Wahlkreistour 2016

In der vergangenen Woche habe ich mich im Rahmen einer länger geplanten Sommertour durch meinen Wahlkreis intensiv mit Unternehmen sowie öffentlichen und sozialen Einrichtungen im Kölner Norden befasst. Eine Zusammenfassung dieser Tour finden Sie auf der folgenden Seite. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre:

 

Besichtigung der Restmüllverbrennungsanlage der AVG Köln

Wahlkreistour 1Im Gewerbegebiet in Köln Niehl befindet sich die Restmüllverbrennungs- und Kompostierungsanlage der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln GmbH, kurz AVG. Im kommenden Jahr wird der Standort im Kölner Norden 25 Jahre alt und gilt weltweit als ökologische und technische Vorzeigeanlage. Herr Andreas Freund, Geschäftsführer der AVG Köln, gab zusammen mit Frau Jacob, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen, einen spannenden Einblick in das Unternehmen und seine Aufgaben. Insgesamt hat die AVG Köln im Jahre 2015 rund 736.000 Tonnen Müll verbrannt und daraus 430.000 MWh Energie erzeugen zu können. Einen Teil der gewonnen Energie speist die AVG in das Stromnetz der RheinEnergie AG ein, ein weiterer Teil wird für „Unser Strom für den Dom“, zur abendlichen Beleuchtung. Durch die ökologische Leistung, die die Restmüll-verbrennungsanlage erbringt, gilt sie auch als umwelt-pädagogischer Lernort für Kinder und Schüler. Von den jährlich rund 4000 Besuchern sind ungefähr die Hälfte Schüler- und Kindergartengruppen. Aus den aufschlussreichen Gesprächen während der Führung konnte ich auch einige wichtige Informationen zur Gewerbeabfallverordnung, sowie die Knappheit an Deponieanlagen für meine politische Arbeit mitnehmen. Die AVG Köln ist mit ihren 360 Mitarbeitern ein beeindruckendes Hochleistungsunternehmen im Kölner Norden, vielen Dank für die interessante und aufschlussreiche Führung.unseres Wahrzeichens verwendet. Dank einer 5-stufigen Abgasreinigung erfüllt das Werk nicht nur gesetzliche Emissionsauflagen, sondern liegt teilweise sogar unter der Nachweisgrenze.

Besuch bei der Aktion „Ferien zu Hause 2016“

Ferien zu hauseAm Montagnachmittag habe ich dem Projekt „Ferien zu Hause“ in Heimersdorf einen Besuch abgestattet. Immer mehr Familien können sich hauptsächlich aus finanziellen Gründen keine Urlaubsreise leisten. Um einem Großteil der Kinder und Jugendlichen eine abwechslungsreiche und schön gestaltete Ferienzeit zu ermöglichen, wurde bereits im Jahr 1997 das Projekt „Ferien zu Hause“ im Kölner Stadtteil Heimersdorf ins Leben gerufen. Hier wird den Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien montags bis freitags eine pädagogische Ganztagsbetreuung angeboten und für eine nahrhafte Verpflegung der Kinder durch ein gemeinsames Mittagessen gesorgt. Über meine Obst- und Buntstifte Spende haben sich die Kinder und Betreuer sehr gefreut. Getragen wird das Projekt von den Katholischen Pfarrgemeinden mit Unterstützung durch die KJA Köln in den Bereichen Planung, Koordination und Öffentlichkeitsarbeit. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern und Honorarreferenten ist das Ehrenamt eine wichtige Säule, die dieses Projekt erst ermöglicht. Mein ausdrücklicher Dank und meine Anerkennung gilt daher den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern aus allen Altersklassen, die dieses Projekt mit sichtbarer Freude unterstützen. Ähnliche Ferienbetreuungen gibt es auch in anderen Stadtteilen und ich freue mich, dass dort viele Kinder einen schönen Sommer erleben können, unabhängig vom finanziellen Status ihrer Familien.

Gemeinsames Frühstück im OT „Lucky’s Haus“ in Köln-Bilderstöckchen

LuckysIch durfte zusammen mit Kindern und Jugendlichen in der OT „Lucky’s Haus“ frühstücken und mir von ihnen den Jugendtreff in Köln-Bilderstöckchen zeigen lassen. Das Haus wird durch den Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln geleitet und leistet einen wichtigen Beitrag zur Alltagsbewältigung, Förderung der Identitäts- und Perspektivenentwicklung, Stärkung von Toleranz und sozialer Kompetenz, sowie zur Förderung von Integration und Gemeinschaftserleben im Kölner Norden. Das Haus ist hierzu ausgestattet mit einem Billardtisch, Tischtennistisch, einer kleinen Künstlerwerkstatt, sowie einigen Gemeinschaftsräumen, einer kleinen Turnhalle und einem Café. Neben der Möglichkeit, durchgehend ein offenes Ohr bei einem der Betreuer zu finden, können Kinder und Jugendliche sich bei Anmeldung den Hausaufgaben helfen lassen und zusammen Mittagessen. Eines der Herzstücke des Hauses ist ein Tonstudio zur Aufnahme von selbstgeschriebenen Hip-Hop-Songs. Auch die „Mittwochs Maler“, welche die Hochbahnunterführung der Linie 13 an der Neusser Straße lebendig und bunt gestaltet haben, arbeiten hier vor Ort in ihrer Heimwerkstatt. Die angebotenen Aktivitäten sind zahlreich und abwechslungsreich und die bis zu 100 Kinder, die teilweise pro Tag das „Lucky’s Haus“ besuchen, profitieren gerne und oft von diesem Angebot. Gemeinsam mit dem Leiter des Hauses Ralf Krep, sowie dem SKM Vorstand Markus Peters und der Fachbereichsleiterin des SKM Frau Magret Hees, konnte ich mich auch über die besondere Bedeutung solcher sozialer Einrichtungen und Projekte vor allem im Hinblick auf die Flüchtlingssituation austauschen. Um die gestiegene Wichtigkeit und dadurch aber auch die erhöhten Herausforderungen angemessen bearbeiten zu können, fehlt es an Geld und Fördermitteln. Problematisch ist es vor allem, wenn Förderprogramme hauptsächlich für ehrenamtliche Koordination bestimmt sind, jedoch einen zu großen Arbeitsaufwand für Einzelpersonen bedeuten würden. Auch professionell koordinierte Projekte müssen hier mehr unterstützt werden.

Das Deutsche Rote Kreuz in Köln und ihr Engagement für Flüchtlinge

DRKDie Aufgaben und das soziale Engagement des Deutschen Roten Kreuz Köln sind vielseitig. Der Kreisverband ist mit über 30.000 Mitgliedern und über 700 ehrenamtlich Aktiven nicht nur einer der großen Träger sozialer Dienstleistungen unserer Stadt, sondern auch aus dem aktiven Stadtleben nicht mehr weg zu denken. Mit dem Kreisgeschäftsführer Herrn Marc Ruda, sowie der Fachbereichsleiterin Marita Bosbach und der Ehrenamtskoordinatorin Frau Irene Feils habe ich mich diese Woche über die aktuellen Herausforderungen unterhalten, die das DRK in Bezug auf die Flüchtlingsunterkünfte und Flüchtlingsversorgung in Köln zu meistern hat. Derzeit werden ca. um die 6000 Flüchtlinge in fast 40 Einrichtungen vom DRK in Köln betreut, dazu gehören auch noch 24 Turnhallen. Vor allem im Kölner Norden herrscht hierfür eine große und vorbildliche Willkommenskultur. Sowohl das studentische Engagement, als auch Kircheninitiativen oder Nachbarschaftsgruppen tragen rege zur Unterstützung bei. Darauf können wir sehr stolz sein. Nichtsdestotrotz braucht das DRK auch weiterhin Unterstützung. Es mangelt vor allen Dingen an angemessenen Räumen, die für Förderungen und Kurse genutzt werden können. Auch Dolmetscher, die ehrenamtlich vor allem Arabisch übersetzen können, werden zudem immer noch dringend benötigt. Das „Auszugsmanagement“, welches vor allem Flüchtlingsfamilien schrittweise einen Übergang in eine eigene Wohnung ermöglichen soll, funktioniert zwar ebenfalls, ist aber noch verbesserungswürdig. Es fehlt vor allem an Wohnraum und man benötigt eine Stärkung des Regelsystems, sodass die Flüchtlinge auch nach ihrem Umzug länger als nur drei Monate betreut werden können. Selbstverständlich sind weder die Unterbringungen noch die gewährleistete Betreuung der Flüchtlinge perfektioniert. Ich finde es immer wieder erfreulich zu sehen und zu hören, dass sich unsere Stadt Köln beispiellos engagiert und somit Geflüchteten einen große Hilfe sein kann. Wer sich selbst beim Deutschen Roten Kreuz in Köln engagieren möchte, darf sich gerne an Frau Feils wenden. Helfende Hände sind immer willkommen!

Führung durch die MMC-Studios in Köln Ossendorf

MMCIn Begleitung meiner Wahlkreismitarbeiter habe ich am Mittwochvormittag an einer Führung durch die MMC-Studios in Köln-Ossendorf teilgenommen. Herr Nico Roden, Director Sales & Production der MMC Studios, hat sich freundlicherweise die Zeit genommen, uns persönlich über das Gelände zu führen. Die MMC verfügt mit dem Coloneum, bei einer Nutzfläche von 157.000 Quadratmetern, über eine der größten und modernsten Studiolandschaften Europas. Unter anderem entstehen in den Studios in Ossendorf werktags ausgestrahlte Serien, aber auch nationale und internationale Spielfilme für Kino und Fernsehen werden hier produziert. Ein detaillierter Blick hinter die Kulissen einer Fernsehshow hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie viele Personen und unterschiedliche Aufgabenbereiche an der Umsetzung einer solchen Sendung beteiligt sind. Neben den ca. 150 festangestellten Mitarbeitern bietet die MMC auch eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten für verschiedenste Berufsgruppen an. Das große Ausbildungsangebot im technischen und kaufmännischen Bereich empfinde ich als große Bereicherung für den Wirtschaftsstandort Köln-Nord. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen der MMC für eine wirklich informative und aufschlussreiche Führung!

Besuch der JVA Ossendorf

Am Donnerstagmorgen habe ich im Rahmen meiner Wahlkreistour eine nicht ganz alltägliche Besichtigung erleben dürfen. Gemeinsam mit drei weiteren Personen habe ich an einer Führung durch die Justizvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf teilgenommen. Nach der Einschleusung in den Sicherheits-bereich wurden wir über die Besucherräume ins Innere der JVA geführt. Mit ca. 1045 Inhaftierten ist die 1968 eröffnete JVA Ossendorf die größte geschlossene JVA in NRW. In einem persönlichen Gespräch mit dem stellvertretende JVA-Leiter Herrn Schriever und dem Justizvollzugsbeamten Herrn Schneider habe ich erfahren, dass die Kapazität der JVA Köln ihr Limit erreicht und ausgeschöpft hat. Dies begründet sich vor allen Dingen aus der Zwangsevakuierung der einsturz-gefährdeten JVA Münster. Deshalb ist ein moderner und größerer Neubau des Gebäudes an gleichem Ort dringend angezeigt. Neben den erwartbaren Kosten besteht das größere Problem hierbei jedoch in der Frage nach der zwischenzeitlichen Belegung während der Bauzeit. Etwa die Hälfte der inhaftierten Personen müssten in andere Gefängnisse verlegt werden, deren Kapazitäten meist jedoch ebenfalls schon längst ausgeschöpft sind. Im Anschluss an unser Gespräch wurden wir durch den Gefangenentrakt geführt, zunächst in den Bereich mit ca. 300 weiblichen Gefangenen. Damit die Inhaftierten ihre Zeit im Strafvollzug sinnvoll nutzen können, bietet die JVA Köln nicht nur die Möglichkeit Schulabschlüsse zu erlangen, sondern offeriert auch eine Auswahl verschiedenster Ausbildungsberufe. In den zu Ausbildungszwecken erbauten Friseur- und Schneiderbereich habe ich einen kurzen Blick werfen können. Dort konnte ich auch mit einer Sozialarbeiterin sprechen, die mir von den Schwierigkeiten berichtete, das Angebot mit wenigen Mitarbeiterstellen durchgängig aufrecht zu erhalten. Im Anschluss ging unsere Führung weiter in den Bereich, in dem die Männer untergebracht sind. Hier bekam ich die Gelegenheit, mir zum Abschluss unserer Führung eine Gefangenzelle aus nächster Nähe anzugucken – eine wirklich beklemmende Erfahrung. Besonders beeindruckt bin ich von der Möglichkeit, dass viele Unternehmen in Kooperation mit der JVA Ausbildungen anbieten und den Inhaftierten „drinnen“ eine handwerkliche oder technische Arbeit ermöglichen, sodass eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft bzw. reguläre Arbeitswelt nach ihrer Haftstrafe mehr Aussicht auf Erfolg hat. Mein herzlicher Dank gilt den Herren Schriever und Schneider, die sich mehr als zwei Stunden Zeit genommen haben, um mir einen Einblick in die Arbeit der JVA-Köln zu verschaffen.

Besichtigung des Niehler Hafens

Niehler3Am letzten Tag meiner Wahlkreiswoche hatte ich heute die Möglichkeit, den Niehler Hafen unter Führung des Stabsstellenleiters Herrn Fuchs von der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) zu besichtigen. Nachdem ich von Herrn Wolfang Birlin, Vorstand der HGK begrüßt wurde, erhielt ich im Anschluss durch den Geschäftsführer Herrn Kirion, Head of Business Development, einen hochinteressanten Einblick in die Arbeit der Logistikfirma Neska. Mit insgesamt 472.700 m² Wasserfläche in vier Hafenbecken und rund vier Millionen Tonnen Gesamtumschlag im Jahr 2015 leistet der Hafen einen wirklich wichtigen Beitrag für die Kölner Wirtschaft. Es ist somit auch der zweitgrößte Binnenhafen in Deutschland. Vor allen Dingen die angrenzenden Unternehmen und Großkonzerne im Kölner Norden, aber auch die im Umland ansässigen Firmen, profitieren stark von der Nähe des Niehler Hafens zu den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam. Auf dem Gelände können auf 83 Hektar Landfläche Container gelagert und verladen werden. Zudem können auch Einzelteile der Kräne und Container in den auf dem Gelände ansässigen Werkstätten repariert haben. Insgesamt arbeiten bei der HGK und ihren Tochterfirmen bis zu 300 Mitarbeiter fast rund um die Uhr. Auch eine große Spannbreite an Ausbildungsstellen für verschiedensten technischen und kaufmännischen Berufe wird hier angeboten. Die Derzeitigen und anstehenden Brücken-sperrungen stellen den Hafen und seinen Umschlag vor neue Herausforderungen. Der Niehler Hafen ist für die Wirtschaft der Stadt und die Region ausgesprochen wichtig. Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit hatte, mich vor Ort über die Arbeit und in einem persönlichen Austausch mit Herrn Kirion und Herrn Fuchs über die Leistungen und die Herausforderungen der Branche zu informieren.