In Afghanistan zu bleiben, ist richtig!

24.03.2021 | Aktuelles, Pressemitteilung

Zur anstehenden Verlängerung des Afghanistan-Mandats erklärt die Kölner CDU-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungspolitikerin Gisela Manderla MdB:

Morgen entscheidet der Bundestag über die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr an der NATO-geführten Resolute Support Mission in Afghanistan.
Der Abzug der internationalen Truppen kommt absehbar in Sicht, doch noch ist es nicht an der Zeit, zu gehen. Zu wackelig sind noch die Fortschritte im gerade initiierten Friedensprozess, zu unsicher die Lage im noch immer zerrütteten Land. 
Deutschland stand in den letzten 20 Jahren als Rahmennation fest an der Seite seiner NATO-Partner und hat einen erheblichen Anteil zu dieser bislang beispiellosen Mission beigesteuert. Wir haben stets eines der größten Kontingente gestellt. Diese Verantwortung im Bündnis hat Deutschland nie gescheut.
Der laufende Friedensprozess ebnet den Weg Afghanistans in eine gute Zukunft. Er ist gleichzeitig auch unverzichtbar. Und aus diesem Grund sind wir gefordert, diesen Prozess zu begleiten – politisch, diplomatisch, aber auch militärisch. 
Die Ernsthaftigkeit, mit der wir uns in Afghanistan eingebracht haben, darf nicht auf den letzten Metern einer Kapitulation vor möglichen Gefahren weichen. Wir sind dem afghanischen Volk, aber auch uns selbst diese Anstrengung schuldig. Nicht zuletzt die großen Opfer auf Seiten unserer Bundeswehr – Gefallene, Verwundete und Versehrte – verpflichten uns.
Wie und ob im Jahr 2022 unser militärisches Engagement in Afghanistan weitergeht, muss die nächste Bundesregierung und das neu gewählte Parlament entscheiden. 
Jetzt Hals über Kopf abzuziehen, kann jedenfalls nicht die Haltung der Unionsfraktion sein!