Manderla erinnert an das Karfreitagsgefecht vor zehn Jahren mit drei gefallenen deutschen Soldaten

02.04.2020 | Pressemitteilung

Anläßlich des zehnten Jahrestages des Karfreitagsgefechtes in der afghanischen Provinz Kundus, bei dem drei deutsche Soldaten starben und acht weitere verletzt wurden, erklärt die Kölner CDU-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungspolitikerin Gisela Manderla MdB:

Der 2. April 2010, ein Karfreitag, änderte einiges in der deutschen Wahrnehmung des Afghanistankonfliktes. Zu Recht weist Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer in ihrem heutigen Tagesbefehl da- rauf hin, daß sich unsere Soldaten in jenen Stunden außerordentlich bewährt haben, füreinander einstanden und tapfer gekämpft haben. Nach dem schweren Gefecht zwischen deutschen Fallschirmjägern und den Taliban wurde der deutschen Öffentlichkeit erstmals bewußt, daß sich die Bundeswehr in Afghanistan in einem Kriegsgebiet befindet.

Gerade in der heutigen Diskussion um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan sind wir es den gefallenen und verwundeten deutschen Soldaten schuldig, das bisher Erreichte gemeinsam mit unseren Verbündeten erfolgreich fortzusetzen. Deutsche Soldaten haben bisher viel dazu beigetragen, daß Afghanistan nicht mehr das zentrale Ausbildungslager für Terroristen ist, die Stellung der Frau hat sich maßgeblich verbessert, die Medienvielfalt hat sich vergrößert und dank neuer Schulen und Universitäten haben sich die Bildungsmöglichkeiten verbessert. Um diese Entwicklung weiter zu verstetigen, wird die Bundeswehr auch künftig in Afghanistan gebraucht. Gerade als Vorsitzende der Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. ist es mit wichtig, dabei die persönlichen Sorgen und Nöte der Soldatinnen und Soldaten im Blick zu behalten.

Im Jahr 2010 erlitt die Bundeswehr insgesamt die bislang schwersten Verluste ihrer Geschichte. Wir sind allen deutschen Soldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan Dienst tun, zu Dank und Anerkennung verpflichtet und werden die Gefallenen des 2. April 2010 immer in ehrender Erinnerung behalten.