Manderla-Mail Nr. 46

11.12.2020 | Aktuelles, Manderla Mail

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Freunde, 
in dieser Woche haben wir im Bundestag den Bundeshaushalt 2021 beschlossen. Wie Sie sich bestimmt denken können, ist dieser sehr von der aktuellen Corona-Pandemie und den daraus resultierenden finanziellen Herausforderungen geprägt. Insbesondere werden die erforderlichen Mittel für den Gesundheitsbereich und für umfangreiche Wirtschaftshilfen zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund steigen die Ausgaben 2021 auf knapp 500 Milliarden Euro und die Nettokreditaufnahme auf fast 180 Milliarden Euro.

All dies ist nur möglich, weil wir in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben und nun noch einmal die Sonderregelung zur Schuldenbremse für die außergewöhnliche Notsituation, zum Abfedern der Auswirkungen der Corona-Pandemie, nutzen und diese aussetzen. Jetzt zu sehr zu sparen, würde die Krise nochmals verschärfen. Wir können aber nicht ewig derart hohe Schulden machen. Wir müssen deshalb Deutschland auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückführen und solide wirtschaften, um die Normalregelung der Schuldenbremse wieder einhalten zu können.

Wir wollen diese Krise als offene und demokratische Gesellschaft nicht nur in den Griff bekommen, sondern auch gestärkt aus ihr hervorgehen. Wir unterstützen deshalb mit diesem Bundeshaushalt auch unsere wichtigen Leitindustrien und sorgen gleichzeitig für neue Impulse in der anwendungsnahen Forschung, bei Unternehmensgründungen und bei der Digitalisierung.

Aber diese Woche war nicht nur Haushaltswoche im Bundestag, sondern wir haben auch die ersten Adventstage begangen. Falls Sie mir noch nicht auf Facebook folgen: dort öffnet sich während der Adventszeit jeden Tag ein Türchen mit schönen Fotos, Liedern, Gedichten, Rezepten und mehr. Zurzeit läuft auch ein Gewinnspiel!

Außerdem hatte ich heute Morgen die Ehre, die Morgenandacht im Andachtsraum des Bundestages zu halten. Was ich dort gesagt habe, sehen Sie weiter unten in diesem Newsletter.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiterhin eine schöne und besinnliche Adventszeit und: bleiben Sie gesund!


Ihre



In diesem Newsletter:
– Diese Woche im Bundestag
– Fragen und Antworten zur COVID19-Impfung
-„Kühe sind gar nicht lila!“
-Morgenandacht im Bundestag
-Fördermöglichkeiten des deutsch-französischen Bürgerfonds
-WhatsApp-Service
-Anstehende Termine

Diese Woche im Bundestag
In dieser Sitzungswoche haben wir über den Bundeshaushalt 2021 abgestimmt. Beim sogenannten „Königsrecht des Parlaments“ folgt der Bundestag einer ganz speziell festgelegten Tagesordnung.

Corona-Kosten zeichnen sich deutlich ab
Es steht außer Frage, dass sich die Kosten der Pandemie-Bekämpfung eindrücklich im Bundeshaushalt für 2021 widerspiegeln. Anders als ursprünglich geplant werden nun deutlich höhere Schulden aufgenommen, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Der Ansatz für die Neuverschuldung wird auf 179,8 Milliarden Euro heraufgesetzt. Das heißt: Es muss erneut die Ausnahmeregel von der Schuldenbremse in Anspruch genommen werden. Diese Schulden sind erforderlich, um Deutschland sicher durch die Pandemie zu bringen.

Etats der Ressorts
Die Abstimmungen begannen am Dienstag mit den vergleichsweise kleinen Etats des Bundespräsidialamtes, des Bundestags und des Bundesrats. Anschließend wurde über die Etats des Bundesfinanzministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundesumweltministeriums und des Bundesbildungsministeriums debattiert und abstimmt. 

Der Mittwoch startete mit der Debatte und der Abstimmung zu dem Etat des Bundeskanzleramtes und des Auswärtigen Amtes. Es folgten das Verteidigungsministerium und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Am Donnerstag standen das Bundesinnenministerium und das Bundesjustizministerium an. Interessant waren vor allem die Debatten um das Budget des Bundesgesundheitsministeriums, da der Regierungsentwurf angesichts der Bekämpfung der Corona-Pandemie im parlamentarischen Verfahren deutlich geändert wurde. 

Die Hälfte des Budgets geht in Soziales, Arbeit und Rente
Über den größten Einzeletat wurde schließlich heute entschieden: Dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sollen 2021 insgesamt 164 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, insbesondere auch um die Rentenkasse zu stützen. Dies bedeutet, dass erneut die Hälfte des gesamten Budgets der Bundesregierung in Soziales, Arbeit und Rente investiert wird. 

Bildung und Forschung als Priorität
Auch Bildung und Forschung hat bei uns höchst Priorität. Für das Ministerium für Bildung und Forschung stehen 20,8 Milliarden Euro zur Verfügung. 

Fragen und Antworten zur COVID-Impfung
Wann wird ein Impfstoff zur Verfügung stehen?
Wir rechnen mit Zulassungen im Dezember oder Anfang 2021. Entscheidend sind die Ergebnisse der aktuellen Impfstudien und Zulassungsverfahren. Alle Prüfungen und Bewertungen eines Coronavirus-Impfstoffs erfolgen mit der gleichen Sorgfalt wie bei anderen Impfstoffen.Aktuell gibt es einige aussichtsreiche Impfstoff-Projekte in der letzten Testphase und erste Impfstoff-Kandidaten, für die bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA ein Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Darunter ist der Impfstoff der Kooperation des deutschen Unternehmens BioNTech mit dem Pfizer-Konzern. Es ist gut möglich, dass nach und nach mehrere Impfstoffe zugelassen werden. Die Zulassung eines Impfstoffs heißt aber noch nicht, dass dieser sofort für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen wird. Er muss noch in ausreichender Menge produziert und verteilt werden. Daher muss anfangs priorisiert werden, welche Gruppen sich zuerst impfen lassen können.


Welche Impfstoffe werden auf den Markt kommen?
In der EU und den USA prüfen die Behörden zur Zeit eine mögliche Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Zwei weitere könnten bald folgen: von der US-Firma Moderna sowie der des britischen Konzerns AstraZeneca und der UniOxford. Alle drei Impfstoffe haben nach Angaben der Unternehmen in abschließenden Studien eine hohe Wirksamkeit gezeigt. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind nicht aufgetreten. 
Wie wird die Coronavirus-Impfung entwickelt?
Bei der Impfstoffentwicklung muss zunächst das Virus genau untersucht werden. In der sogenannten präklinischen Phase wird festgelegt, welche Bestandteile des Virus und welche Zusatzstoffe im Impfstoff berücksichtigt werden. Der Impfstoff wird zunächst an Tieren erprobt. Anschließend wird er in einem dreistufigen Verfahren an Freiwilligen getestet. 

Phase I:  Die Verträglichkeit eines Impfstoffs und seine Fähigkeit, eine Immunabwehrreaktion hervorzurufen, wird erstmals am Menschen getestet. Jedoch nur an maximal 100 gesunden Freiwilligen. 
Phase II: Die richtige Dosis, die Verträglichkeit und die Immunabwehrreaktion werden an einer größeren Anzahl von Freiwilligen (mehrere Hundert) erprobt.
Phase III: In dieser Phase erhalten mehrere tausend bis mehrere zehntausend Freiwillige den Impfstoff. Im Alltag soll erprobt werden, ob er wirklich vor einer Infektion schützt und sicher ist. Seltene Nebenwirkungen werden erkennbar.

Verlaufen diese Prüfungen erfolgreich, kann ein Zulassungsverfahren beginnen. Ist dieses erfolgreich abgeschlossen, kann der Impfstoff eingesetzt werden.
Wie verläuft die Zulassung eines Impfstoffs?
Ein Impfstoff erhält in Deutschland und der EU nur dann eine Zulassung, wenn nachgewiesen ist, dass er wirksam und verträglich ist. Diesen Nachweis muss der Hersteller in vorklinischen Untersuchungen und klinischen Prüfungen erbringen. Bevor ein Impfstoff auf den Markt kommen kann, muss er ein umfassendes Zulassungsverfahren durchlaufen. Für Europa wird das zentralisierte Zulassungsverfahren für Covid-19-Impfstoffe durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA koordiniert. Die Impfstoffbewertung der EMA nehmen die Expertinnen und Experten der nationalen Arzneimittelbehörden Europas vor, also auch die Experten des deutschen Paul-Ehrlich-Instituts. Dabei werden Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe gründlich untersucht und bewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse entscheidet dann die EU-Kommission über die Zulassung.
Wie sicher wird die Impfung sein?
In Deutschland wird ein Impfstoff nur dann zugelassen, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms erfolgreich bestanden hat. Diese nationalen und internationalen Qualitätsstandards gelten wie bei allen anderen Impfstoff-Entwicklungen auch bei der Zulassung einer Coronavirus-Impfung. Nach der Marktzulassung wird die Impfstoff-Anwendung weiter eng überwacht und bewertet, um auch sehr seltene Nebenwirkungen zu erfassen. Auch wenn die Impfstoffentwicklung dieses Mal deutlich schneller gelingen kann als bisher, geht damit kein Herabsenken der Standards für die Zulassung einher. Die Beschleunigung der Impfstoffentwicklung ist zum einen damit zu erklären, dass für sie viel Geld investiert wird und damit Studien ohne Zeitverzögerung im großen Stil durchgeführt werden können. Zum anderen überwachen und prüfen die Zulassungsbehörden die Impfstoffentwicklung so schnell es geht. Durch diese Priorisierung können die forschenden Firmen und Labore Zeit sparen und schneller von einer Prüfphase in die nächste gehen.  
Wie soll der Impfstoff verteilt werden?
Bis ausreichend Impfdosen für alle zur Verfügung stehen, wird es auch nach Zulassung eines oder mehrerer Impfstoffe Zeit brauchen. Wie viel Zeit, kann derzeit keiner sagen, da wir nicht wissen, wann welcher Impfstoff zugelassen wird. Eine gestaffelte Verteilung ist daher wahrscheinlich. Wie diese, national und international, aussehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt.Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Ethikrats und der Leopoldina ein Konzept entwickelt, in welcher Reihenfolge in Deutschland geimpft werden soll. Grundsätzlich gilt: Besonders gefährdete Gruppen – Risikogruppen und das medizinische Personal – sollen zu denen gehören, die zuerst geimpft werden. Die Verteilung des Impfstoffes soll in einer ersten Phase zentral erfolgen. Dazu richten die Bundesländer regionale Impfzentren ein. Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, sollen dann wieder – wie bei allen anderen Impfstoffen – die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen.
Wo kann ich mich impfen lassen?
Die Verteilung eines Impfstoffs wird über Impfzentren erfolgen, die von den Bundesländern eingerichtet werden. Des Weiteren wird es voraussichtlich mobile Impfteams geben, die bspw. stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Bei der Impfung in Einrichtungen wie Krankenhäusern oder stationären Pflegeeinrichtungen ist auch der Einsatz von Betriebsärzten für die Impfung eine Option. Aktuelle Informationen zu den Impfzentren und deren Organisation in NRW finden Sie hier: https://www.land.nrw/corona
Warum wird es Impfzentren geben?
Für die Einrichtung von Impfzentren gibt es mehrere Gründe:Die Logistik und Organisation in externen Impfzentren wird als leichter erachtet als die Integration in die Regelversorgung. Die Impfzentren werden von den Bundesländern eingerichtet, um mehr Menschen in kürzerer Zeit impfen zu können. Würden sich alle Menschen, die eine Impfung in Erwägung ziehen, in ihrer Hausarztpraxis impfen lassen, würde das erheblich länger dauern als in Impfzentren, zumal wohl zwei Impfungen im Abstand von einigen Wochen nötig sein werden. Je früher viele Menschen geimpft sind, umso eher kann die Impfung dazu beitragen, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.Impfzentren können auch gewährleisten, dass bestimmte Impfstoffe korrekt gelagert werden. Manche Impfstoffe müssen beispielsweise bei besonders niedrigen Temperaturen (bis zu -80 Grad) gelagert werden, die in Hausarztpraxen oder Apotheken nicht ohne Weiteres gewährleistet werden können. Dazu kommt, dass in Zentren, in denen täglich Hunderte Menschen geimpft werden können, Impfstofflieferungen in großen Mengen/Chargen aufgebraucht werden, bevor sie verfallen. Dies ist insbesondere in Anbetracht der anfänglichen Impfstoffknappheit bedeutsam.Impfzentren erleichtern außerdem die Verteilung des Impfstoffs an Personen, die aus ethischen und medizinisch-epidemiologischen Gründen priorisiert werden, die Impfung also zuerst erhalten sollen. Das können bspw. Personen mit sehr hohem Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung sein. Wenn im Verlauf immer mehr Impfstoffdosen zur Verfügung stehen sollten und alle weiteren Bedingungen wie bspw. Lagerung erfüllt werden können, ist ein Übergang der Impfung in die Regelversorgung geplant. 
Wie oft muss die Impfung wiederholt werden?
Bei den zur Zulassung anstehenden Impfstoff-Kandidaten ist davon auszugehen, dass zwei Impfdosen im Abstand von wenigen Wochen für den Aufbau eines Immunschutzes nötig sind.
Wird es eine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben?
Nein. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht. Davon ausgenommen ist nur die von der der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Masern-Impfung, die seit dem 1. März 2020 bei allen Kindern ab dem ersten Geburtstag beim Eintritt in den Kindergarten oder die Schule vorgewiesen werden muss. 
Wer bezahlt die Impfung?
Für die Bürgerinnen und Bürger soll die Impfung unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos sein. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren. 
Mythos I: Ein Impfstoff ist unsicher wegen beschleunigter Testverfahren
Die Testverfahren werden nicht beschleunigt, indem Überprüfungen ausgelassen werden. Stattdessen werden die notwendigen Studien teilweise parallel durchgeführt und die erforderlichen Zulassungsverfahren frühzeitig vorbereitet. Außerdem wurde sehr viel Geld in die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes investiert. Oft dauert die Entwicklung von Impfstoffen länger, weil die Wissenschaftler neben der Arbeit im Labor auch das Geld für die Forschung aufbringen müssen. Des Weiteren wird bereits seit mehreren Jahren an Impfstoffen gegen Corona-Viren geforscht. COVID19 ist ein neues Coronavirus, aber nicht das erste. Dementsprechend wurde bereits viel Vorarbeit geleistet. 
Mythos II: Ein RNA-/DNA-Impfstoff ist Genmanipulation am Menschen
Die Gefahr der Integration von RNA/DNA-Impfstoffen in das Genom menschlicher Körperzellen kann nach heutigem Wissenstand als nicht gegeben angesehen werden.

RNA-Impfstoffe enthalten ausgewählte Teile des Erbguts eines Virus in Form von RNA, genauer gesagt der messenger-RNA (kurz mRNA). Die mRNA aus dem Impfstoff soll nach der Injektion im Körper die Bildung von (ungefährlichem) Virusprotein hervorrufen, was dann wie bei einem konventionellen Impfstoff den Aufbau des Immunschutzes bewirkt. Die mRNA aus dem Impfstoff kann jedoch nicht einfach in die DNA des Menschen „eingebaut“ werden. Beim Menschen befindet sich das Erbgut in Form von DNA im Zellkern. Ein direkter Einbau von RNA in DNA ist aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgewandelt wird.

Bei DNA-Impfstoffen wurde in einer Vielzahl von präklinischen Studien gezeigt, dass eine Integration eines DNA-Plasmids in das menschliche Genom nicht stattfindet. Dies wurde in den bisher durchgeführten klinischen Prüfungen mit humanen DNA-Impfstoffkandidaten (gegen Ebola, Zika etc.) sowie einem zugelassenen DNA-Veterinärimpfstoff für Fische bestätigt.

Mythos III: Ein potentieller Impfstoff enthält gesundheitsschädliche Zusatzstoffe
Bereits während der klinischen Erprobung prüft und bewertet das Paul-Ehrlich-Institut Impfstoffkandidaten mit der notwendigen und gebotenen Sorgfalt. Anschließend prüfen Zulassungsbehörden weltweit seine Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit auf hohem Niveau. So wird sichergestellt, dass der Nutzen einer Impfung die möglichen Risiken deutlich überwiegt. 

Mythos IV: Private Interessen spielen bei der Impfstoff-Entwicklung eine dominierende Rolle
Jedes forschende Unternehmen will mit einem künftigen Impfstoff auch Geld verdienen, insofern spielen immer privatwirtschaftliche Interessen bei der Impfstoffentwicklung eine Rolle. Ein sicherer Impfstoff muss gut erforscht sein, das funktioniert nur mit einer erfolgreichen Forschung. Die Erforschung und Entwicklung schneller voranzutreiben und diesen Impfstoff gerecht zu verteilen – das ist das vornehmliche Anliegen der „Global Response“-Initiative, die auch von Nichtregierungsorganisationen, wie der Bill-und-Melinda-Gates Stiftung, unterstützt wird. Hier spielen privatwirtschaftliche Interessen keine Rolle. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung verkauft selbst keine Impfstoffe und verdient auch nicht am Vertrieb von Impfstoffen. Sie setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen ein. 

Quelle: www.bundesregierung.de

„Kühe sind gar nicht lila!“
Ich habe mich sehr gefreut, gemeinsam mit der KG „1. Straßenbahnsitzung“ ein Projekt des Sozialdienstes Katholischer Frauen mit einer Spende von 4000 Euro zu unterstützen. Der Karnevalsverein ist Partner der Spendenorganisation „It’s for Kids“, deren Botschafterin ich bin.

Unter dem Motto „Kühe sind gar nicht lila!“ werden 60 Schulkinder einen Tag auf einem Bauernhof verbringen und mit anpacken. Sie werden selber melken, kochen und gemeinsam essen. Die Kinder können so selber erleben, wie Lebensmittel hergestellt werden und was Nachhaltiggeit bedeutet. Aufgrund der Pandemie kann das Projekt leider erst nächstes Jahr stattfinden, aber ich freue mich schon sehr auf den gemeinsamen Ausflug.
 
Morgenandacht im Bundestag
Heute habe ich die Morgenandacht im Andachtsraum des Bundestag gestaltet:

Der Advent ist die Zeit des Wartens. Unser Warten im Alltag kann von vielen Gefühlen geprägt sein.

Das bange Warten eines Schülers auf das Ergebnis einer Prüfung.
Das freudige Warten eines Kindes auf den Besuch von Oma und Opa.
Das ungeduldige Warten auf den verspäteten Zug.
Das sehnsüchtige Warten auf den Anruf des besten Freundes.

Warten hat viele Gesichter und so ist es mit dem Warten auch in unserem Glauben.

Es gibt das Warten Jesu und seiner Jünger im Garten Gethsemane. Es ist das bange Warten auf den Verräter und den schweren Weg nach Golgota. Es ist aber auch die vorbehaltlose Hingabe durch das „Dein Wille geschehe“ (Lk 22,42).
Dieses angstvolle Warten im Garten Gethsemane hat ein von Hoffnung und Trost geprägtes Pendant im Advent. Der Advent ist kein banges Warten auf drohendes Unheil, sondern ein Warten geprägt von der Zuversicht, daß ER kommen wird.
 
„Seht Jesus stahlt vom Himmel her“ heißt es in dem Text, den wir als Eingangslied gehört haben. „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ ruft uns der Wochenspruch aus dem Lukasevangelium zu und bei Jesaja haben wir gerade gebetet „Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht hier ist euer Gott!“

In diese Adventszeit hinein strahlt schon heute das Licht der Krippe. Die liturgische Farbe violett wird am Sonntag für einen kurzen Moment zu einem leuchtenden rosa, wenn es am Dritten Adventssonntag im Eingangsvers heißt: Gaudete in Domino semper – Freut euch im Herrn zu jeder Zeit (Phil 4,4).

Doch häufig wird unsere Freude auf die Ankunft des Herrn verstellt durch den Stress des adventlichen Alltags. Jeder Verein, jede Gruppierung hat ihre Weihnachtsfeier, die es zu besuchen gilt, jede Stadt, jeder Stadtbezirk hat einen Weihnachtsmarkt, dessen Besuch Tradition ist und unbedingt noch vor Weihnachten in den engen Kalender eingetaktet werden muss. Das Festmahl für die große Familie, die sich angekündigt hat muss nicht nur gekocht, sondern auch eingekauft werden.

Vieles davon fällt in diesem Jahr der Pandemie weg. Weihnachtsfeiern finden – wenn überhaupt – höchstens online statt, die Weihnachtsmärkte sind größtenteils abgesagt und auch die Runde um den Weihnachtstisch und den Weihnachtsbaum dürfte in diesem Jahr kleiner ausfallen.

Wir beklagen diesen Zustand und wünschen uns alle, es wäre anders. Doch vielleicht ist uns damit auch trotz der bedrückenden Gesamtumstände eine einmalige Gelegenheit geschenkt. Nämlich die Gelegenheit, die Zeit, die wir dadurch gewinnen, nicht mit anderem wieder vollzupacken, sondern sie zu nutzen. Sie zu nutzen für das Warten.

Ich möchte diesen Gedanken zusammenfassen in einem Zitat eines unbekannten Verfassers: „Wir bitten Gott oft, die Situation zu ändern, in der wir uns befinden. – Vielleicht hat er uns jedoch in diese Situation gebracht, damit sie uns verändert.“Fördermöglichkeiten des deutsch-französischen Bürgerfonds
Gerne möchte ich Sie auf die Fördermöglichkeiten des deutschfranzösischen Bürgerfonds aufmerksam machen, der für den Erhalt der deutsch-französischen Freundschaft von großer Bedeutung ist. 

Gefördert werden Gruppenaustausch- oder Individualprojekte, Veranstaltungen, Forschungsvorhaben und digitale Projekte. Gerade in Zeiten von Corona, in denen die persönliche Begegnung mit den französischen Freunden häufig nicht wird stattfinden können, ist es von besonderer Bedeutung, unsere Partnerschaft trotzdem durch vielfältige gesellschaftliche Initiativen mit Leben zu füllen.

Weitere Informationen können Sie hier entnehmen: 
  
WhatsApp-Service

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Foto: „WhatsApp / iOS“ by microsiervos is licensed under CC BY 2.0

Anstehende Termine

12. Dezember: Informationsveranstaltung zum Städtebauprojekt Köln-Kreuzfeld (Online-Veranstaltung)
13. Dezember: Packen von über 80 Tüten für die Aktion „Süße Tüte“ an der Osloer Straße
14. Dezember: Übergabe der „Süßen Tüten“ an bedürftige Kinder