Militärische Optionen für Kabul in Erwägung ziehen

16.08.2021 | Aktuelles, Pressemitteilung

Angesicht der rasanten Entwicklung in Afghanistan und der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe fordert die Kölner CDU-Bundestagsabgeordnete Gisela Manderla, dass Deutschland gemeinsam mit den Bündnispartnern entschlossen reagiert.

„Der widerstandslose Vormarsch der Taliban und die Übergabe Kabuls bringen Deutschland und unsere Alliierten in Handlungszwang“, so Manderla. „Es kann jetzt allerdings nicht nur darum gehen, den Fokus auf eine schnelle Evakuierung unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der Ortskräfte und deren Familien vor Ort zu legen. Wir brauchen ein starkes Europa, das militärisch so durchsetzungsfähig ist, dass es die Taliban unter Druck setzen kann, um einen zweiten 11. September zu ver-hindern.  

Gisela Manderla, die Mitglied im Verteidigungsausschuss sowie im Auswärtigen Ausschuss ist und hier die Berichterstat-tung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Afghanistan und humanitäre Hilfe innehat, fordert Außenminister Heiko Maas auf, beim morgigen Treffen der Europäischen Außenminister eine gemeinsame europäische Antwort auf die Entwicklungen in Afghanistan zu finden. Außerdem fordert Manderla, sollte kurzfristig der Schulterschluss mit den Nato-Partnern stattfin-den, um alle Optionen auf den Tisch zu bringen. „Die Taliban scheinen nur die Sprache der Stärke zu verstehen. Wir müssen sie an den Verhandlungstisch zurückbekommen, um die Zivilgesellschaft, die wir in den letzten zwei Jahrzehnten in Afghanistan aufgebaut haben, zu verteidigen“, so Manderla. „Und nur aus der Position der Stärke heraus können wir die gefährdeten Personen und ihre Familien entsprechend schützen. Da-zu könnten gegebenenfalls auch gezielte militärische Schläge hilfreich sein.“